Patronat: Bistum Straßburg; Götzis (Vorarlberg); Rufach (Elsass), Muttenz, Oberwinterthur (beide Schweiz); gegen Fußleiden, Müdigkeit und Niedergeschlagenheit
Gesicherte Erkenntnisse über die Herkunft von Arbogast liegen nicht vor: So soll er im 6. Jahrhundert in Irland oder Schottland unter dem gälischen Namen Arascach geboren worden sein, während er anderen Berichten zufolge einer adligen Familie aus Aquitanien (Südfrankreich) entstammt. Bereits von früher Jugend an sehr gottesfürchtig, kam er wohl um das Jahr 550 als Missionar ins Elsass, wo er als Einsiedler in einem Wald unweit Hagenau lebte, bis ihn der Ruf ereilte, die Leitung der Diözese Straßburg zu übernehmen. Der Legende nach wurde Arbogast vom Frankenkönig Dagobert II. mit diesem Amt belohnt, nachdem er dessen Sohn Siegbert nach einem tödlichen Sturz vom Pferde durch sein Gebet wieder zum Leben erweckt hatte. Andere Legenden erwähnen seine Verdienste bei der Heilung von Kranken und der Austreibung von Dämonen. Bereits zu Lebzeiten hoch verehrt, sorgte Arbogast als Bischof von Straßburg für die Entfaltung des noch jungen Christentums im Elsass. Er ließ zahlreiche Kirchen und Klöster erbauen, darunter die erste Kathedrale von Straßburg an der heutigen Stelle, und gründete das Kloster Surburg sowie das spätere St.-Arbogast-Stift vor den Toren Straßburgs. Arbogast starb vermutlich im Jahr 618 in Straßburg – anderen Quellen zufolge 678 – und wurde seinem Wunsch gemäß außerhalb der Stadt auf einem Galgenhügel begraben. Seine Gebeine wurden von seinem Nachfolger, dem Heiligen Florentius, erhoben und später aufgeteilt (ein Teil verblieb im Kloster Surburg, der andere wurde in das Kloster des Heiligen Arbogast übertragen), gelten jedoch heute als verschollen.
Darstellung: im Bischofsornat
Attribute: Mitra, Buch und Stab

Quelle: Herder-Verlag
